Quantenphysik für alle am Schloß-Gymnasium
Quanten sind anders, heißt es, denn sie unterscheiden sich grundlegend von den physikalischen Gesetzen unserer gewöhnlichen Erfahrungswelt. Viele Menschen sind fasziniert von dieser Andersartigkeit und doch bleibt die Auseinandersetzung mehr als 100 Jahre nach den Entdeckungen von Heisenberg und Schrödinger meist auf Fachkreise beschränkt. Björn Habrich möchte dies ändern. Er möchte die höchst erstaunlichen Eigenschaften der Quanten für ein breiteres Publikum unmittelbar erlebbar und verständlich machen.
Auf Einladung des Schloß-Gymnasiums Benrath besuchte Habrich die Schule und hielt dort am 23. Januar neben Vorträgen für die Schüler auch einen öffentlichen Abendvortrag. Mit rund 120 Besuchern war die Aula der Schule gut gefüllt.
Highend-Quantenkoffer: Experimente mit Messgenauigkeit von einer Billionstel Sekunde
Habrich erklärte zunächst sein Anliegen die Quantenphysik anschaulicher zugänglich zu machen und die daraus resultierende Konzeption des von ihm im Verlauf von 10 Jahren entwickelten Quantenkoffers. Ausgestattet mit einem hochpräzisen Laser und einer leistungsfähigen Messtechnik, deren Genauigkeit bei einer Billionstel Sekunde liegt, erlaubt der Koffer die Durchführung aller etablierten Experimente zur Quantenphysik. Um ein spielerisch freies und eigenständiges Experimentieren zu ermöglichen, hat Habrich eine offene Experimentierfläche kreiert, auf der unterschiedliche Bauelemente frei angeordnet werden können. Neben dem Sicherheitsaspekt bezüglich des Lasers waren Habrich noch besonders die Gesichtspunkte Usability und Transparenz wichtig – jedes Bauteil ist entsprechend so gestaltet, dass es leicht handhabbar ist und seine Eigenschaften und Funktionen klar ersichtlich sind.
Eine andere Dimension von Naturgesetzen: Wahrscheinlichkeitsverschränkung
Nach ein paar einführenden Demonstrationen mit Experimenten zur Lichtgeschwindigkeit und zur Interferenz ging es schließlich ans Eingemachte. Gewöhnlich wenden wir die Mathematik an, um die realen Vorgänge in der Welt abstrakt zu erfassen und uns dies bspw. in der Statik für sichere Konstruktionen von Brücken und anderen Bauwerken zunutze zu machen. Auch Naturgesetze formulieren wir mithilfe der Mathematik. Das Gegenüber von einer materiell gedachten Welt und einer auf diese bezogenen mathematischen Beschreibung entfällt aber im Bereich der Quantenphysik: Die Mathematik selbst wird zu einer Realität in der Welt. Am quantenphysikalischen Phänomen der Verschränkung wird dies deutlich. Habrich demonstrierte die Verschränkung eines Photonenpaars. Er separierte die beiden Photonen und zeigte die Verschränkung live im Experiment – so wurde sichtbar, dass eine Messung an einem der beiden Photonen den Zustand des anderen Photons gleichzeitig mit festlegt hat. Beide Photonen sind in ihren Zuständen durch Wahrscheinlichkeiten verschränkt – wird der zunächst völlig offene, nicht festgelegte Zustand eines Photons durch eine Messung bestimmt, dann ist zwingend auch der Zustand des anderen Photons festgelegt. Es wirkt so, als würden die beiden Photonen ausgelöst durch die Messung miteinander kommunizieren, als gäbe es eine selbst nicht messbare Interaktion zwischen den Photonen mittels eines uns unbekannten und für uns nicht messbaren Mediums. Und nicht nur das: diese scheinbare Kommunikation mithilfe dieses vermeintlich unbekannten Mediums würde auch noch mit einer Geschwindigkeit deutlich oberhalb der Lichtgeschwindigkeit erfolgen müssen. Einstein sprach bezüglich dieses Phänomens von „spukhafter Fernwirkung“ und lehnte eine Erklärung mittels substanzieller Interaktion strikt ab. Entsprechend der aktuellen Theoriebildung geht man daher von Wahrscheinlichkeitsverschränkungen aus, die ohne materielle bzw. substanzielle Interaktion auskommen.
Bleibendes Staunen und produktive Fragen
Trotz live durchgeführter Messung und direkter Demonstration der Verschränkung verließen die meisten Besucher des Vortrags die Aula des Schloß-Gymnasiums mit mehr Fragen als Antworten. Habrich, der studierter Ingenieur ist, sich aber selbst auch als eine Mischung zwischen Naturwissenschaftler und Künstler begreift, dürfte dies sicher erfreulich finden. Zum Staunen und Denken hat er definitiv angeregt.

Weihnachtslos-Aktion: Das Jahrbuch-Event-Team bringt Weihnachtsstimmung
Am letzten Schultag vor den Winterferien, also am 22.12.22, überraschten wir als Jahrbuch-Event-Team verschiedene Klassen und Kurse mit unserer Weihnachtslos-Aktion. Diese Aktion wurde dieses Jahr erstmals in allen 5. und 8. Klassen sowie in der EF und Q2 durchgeführt.
Zuerst besuchten wir Schüler*innen der Q2 im Bio-GK von Frau Dr. Riehl. Hier wie später auch in einem EF-GK von Frau Skusa gab es gleich fünfmal die Chance auf einen Hauptgewinn. Die insgesamt zehn Gewinner aus der Oberstufe werden in Kürze an dem von uns gestalteten Spiel ,,Among Us in Real life” teilnehmen können. Für die restlichen Schüler*innen der Oberstufenkurse hatten wir Trostpreise dabei, sodass niemand ganz leer ausging.
Die 8a besuchten wir passend während ihrer Weihnachtsfeier. Anders als bei der Oberstufe bestanden die Hauptgewinne in den 8ten und 5ten Klassen jeweils in einer Lichterkette. Natürlich hatten wir auch hier mit Süßigkeiten für Trostpreise gesorgt.
In 8d gab es auch für uns einen besonderen Spannungsmoment, da erst der letzte Schüler beim Losen den Hauptgewinn zog. Wir als Organisatoren dachten schon, dass wir das Los mit dem Hauptgewinn vergessen hätten und haben uns dann um so mehr mit dem Gewinner mitgefreut.
Im zweiten und dritten Block besuchten wir alle fünften Klassen im Unterricht bei Frau Lindgren, Herrn Fräßdorf, Frau Pawlisnki und Herrn Klein, die über unseren unerwarteten Besuch und die Los-Aktion besonders überrascht und erfreut waren.
Wir bedanken uns bei allen Lehrkräften, welche uns bei dem Event geholfen haben und insbesondere dafür, dass wir so freundlich in den Klassen und Kursen willkommen geheißen wurden. Wir hoffen, dass wir diese Aktion auch in den nächsten Jahren durchführen werden und sie zu einer Tradition am Schloß-Gymnasium machen können.
Das Jahrbuch-Event-Team
Erstes Fußballturnier seit der Corona-Pandemie
In Eigenregie organisierte die Jahrgangsstufe Q1 des Schloß-Gymnasiums das erste Fußballturnier seit dem Ende der Corona-Pandemie.
Der Schüler Bezhan Khidri war hauptverantwortlich für die gesamte Organisation. Unterstützt wurde er dabei von seinen Mitschülerinnen Maya, Salma, Hanine, Levinia, Hajar, Melis, Ipek, Jette, Karlotta, Delnas, Sara, Douaa und Elnaz, die einen Waffelstand samt Verkauf zur Aufbesserung der Abikasse organisierten.
Für zahlreiche Fotos sorgte die Schülerin Ekatherina Zubov.
Sechs Teams sorgten in spannenden und umkämpften Spielen für eine tosende Atmosphäre und gute Stimmung bei den Zuschauern.
Zum Schluss durfte das Siegerteam gegen eine Lehrerauswahl antreten und unterlag knapp mit 2:3.
Zusammenfassend machte dieses Turnier Lust auf die folgenden Sportveranstaltungen.
Gregor Quellmann
FUNDSACHEN WIEDERFINDEN – LETZTE CHANCE!
Liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Eltern,
seit Schulbeginn im August sind wieder viele Sachen (Jacken, Pullis, Sportbekleidung usw.) in unserer Fundkiste gelandet. Zum Halbjahresende habt ihr nun die letzte Chance nachzuschauen, ob eure Sachen dabei sind, und sie abzuholen.
WICHTIG: Es befinden sich keine Wertsachen darunter, d.h. keine Geldbörsen, Schoko-Tickets, Schülerausweise, Schlüssel, Handys, Kopfhörer etc. Solche Dinge werden im Sekretariat abgegeben und schnell an die Besitzer:innen zurückgegeben.
In einer gemeinsamen Aktion der Realschule und des Gymnasiums legen wir den Inhalt der Fundkiste zweimal in der Aula aus:
- Mittwoch, 18. Januar 2023, im 4. Block, und am
- Freitag, 20. Januar 2023, nach der Zeugnisausgabe.
Alle dann nicht abgeholten Sachen werden an eine gemeinnützige Kleiderkammer gespendet.
(Wn)
Medienworkshop am Schloß
Internet?- Na klar! … Aber wie recherchiere ich eigentlich richtig im Internet, welchen Quellen kann ich bei meiner Recherche vertrauen und wo lauern möglicherweise Gefahren im Umgang mit digitalen Medien?
Diese und weitere Fragen standen im Fokus des Medienworkshops, der kurz vor den Weihnachtsferien mit der 5b, der 6a und der 6b durchgeführt wurden. An der Seite von Experten, die mit jeder Menge spannender Informationen angereist waren, setzten sich die Schülerinnen und Schüler in insgesamt vier Stunden intensiv mit unterschiedlichen Materialien zum Thema auseinander. Hierbei wechselten sich theoretische Phasen, in denen relevante Inhalte in der Theorie vermittelt wurden, mit aktiven Phasen, in denen das „Learning by Doing“ am PC (Tablet oder auch Laptop) im Zentrum stand, ab. Auf diese Weise lud der Medienworkshop alle zum mitdenken, mitmachen und ausprobieren ein. Aber auch das Diskutieren kam nicht zu kurz, z.B. als unsere Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit erhielten, einmal in die Lehrerrolle zu wechseln und Schulnoten für verschiedene Fallbeispiele zum (un)bewussten Umgang mit dem Internet zu vergeben. Insbesondere das – sehr wichtige – Thema des „Cybermobbings“ stoß auf ein sehr großes Interesse auf Seiten unserer Schülerinnen und Schüler, in dessen Zusammenhang auch zahlreiche spannende Fragen, wie z.B. „Was darf ich denn nun eigentlich (nicht) im Internet?“ konnten gestellt werden, aus denen weitere, ebenfalls spannende, Diskussionen entsprangen.
Die Abschlussrunde am Ende der Workshops verdeutlichte dann, mit wie vielen neuen, teilweise sehr überraschenden und lehrreichen Erkenntnissen im Gepäck die Schülerinnen und Schüler nach Hause gehen werden. Nach dem Workshop sagten viele Schülerinnen und Schüler: „Ich wusste gar nicht, dass man XXX nicht darf!“ und auch in den nachfolgenden Unterrichtsstunden waren die Inhalte der Workshops ein präsentes und diskussionsfreudiges Thema.
Beratungsangebote und Gesprächskontakt ist zum Beispiel über https://www.nummergegenkummer.de/ möglich.