11. November 2022
Vier Monde, die die Welt veränderten
Literatur, Astronomie und Wissenschaftsgeschichte in der Schulsternwarte des Schloß-Gymnasiums
„Und sie bewegt sich doch“ soll Galileo Galilei der Legende nach ausgerufen haben. Gemeint war damit die Erde, die nach damals gängiger Lehrmeinung selbst bewegungslos nicht nur vom Mond, sondern auch von der Sonne und den Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn umkreist wurde.
Um nachzuvollziehen, durch welche Beobachtung Galilei wesentlich dazu veranlasst wurde, das tradierte geozentrische Weltbild aufzugeben und stattdessen ein Befürworter des für uns heute selbstverständlichen heliozentrischen Weltbildes zu werden, lohnt ein Blick auf den aktuellen Sternenhimmel, genauer auf den Jupiter.
So wie Galilei 1610 mit dem von ihm optimierten Fernrohr den Jupiter ins Visier nahm, so wurden nun am 22.10.22 die Teleskope der Schulsternwarte des Schloß-Gymnasiums auf diesen Planeten gerichtet. Schülerinnen und Schüler der Astro-AG und eines EF-Deutschkurses, der sich gerade mit Bertolt Brechts Stück „Leben des Galilei“ auseinandersetzt, kamen dazu in der Schulsternwarte zusammen. Claudia Scheffler sorgte als AG-Leiterin zusammen mit der Astrophysikerin Dr. Lisa Zimmermann für die fachliche und technische Expertise.
In allerdings signifikant besserer Vergrößerung und Schärfe, als es für Galilei der Fall war, konnte so in beindruckender Weise der Jupiter mit seinem zwei Wolkenbändern und seinen vier größten Monden Kallisto, Io, Europa und Ganymed beobachtet werden.
Dass der Jupiter von Monden umkreist wird, war eine von Galileis bahnbrechenden Entdeckungen. Tatsächlich hatte er die Begleiter des Jupiters zunächst als Fixsterne klassifiziert und erst bei wiederholter Beobachtung aufgrund ihrer Bewegung entdeckt, dass es sich um Monde des Jupiters handeln muss: Eine Entdeckung, die mit dem geozentrischen Weltbild nicht vereinbar war.
Warum galt Galileis nicht einmal neue Ansicht – besonders durch Kopernikus’ 1453 posthum veröffentlichtes Werk „De revolutionibus orbium coelestium“ war sie jedenfalls als Hypothese bekannt – , dennoch als so unzulässig, dass sich seine Wissenschaftskollegen schlicht weigerten, sich mit seinen Beobachtungen genauer zu befassen? Warum war Galileis Position so brisant, dass er dafür schließlich angeklagt wurde und einem Todesurteil durch die Inquisition nur entgehen konnte, indem er öffentlich seine Ansicht widerrief? Warum hat es für einen allgemein anerkannten Beweis des heliozentrischen Weltbildes dennoch noch einmal bis zum Jahr 1851 gedauert?
Lauter spannendende astronomische, wissenschaftsgeschichtliche und gesellschaftshistorische Fragen, die sich am Schloß-Gymnasium zum Glück mit der Schulsternwarte und dem Foucaultschen Pendel im Foyer nicht nur durch Literatur klären, sondern sehr konkret und anschaulich erleben und verstehen lassen.
7. November 2022
Am Am 21. Oktober 2022 hat der Erdkunde Leistungskurs von Frau Pawlinski eine Exkursion nach Köln unternommen. Der Grund dieser Exkursion war, die im Unterricht behandelten Themen, unter die beispielsweise die römische und mittelalterliche Stadtentwicklung, Gentrifizierung sowie Waterfront-Development fallen, in Form von Vorträgen zu vertiefen und im Realraum zu erfahren. Die Reise startete am Kölner Dom auf der Domplatte und endete in einer Kölner Kneipe. Die Etappenziele waren bekannte Sehenswürdigkeiten, Plätze und historische Relikte, zu denen Schüler:Innen einen Vortrag hielten, um die Zuhörenden über ihr Expertenthema zu informieren. Mit dem Kölner Dom hatte man einen guten Einstieg und wichtige historische Hintergrundinformationen, die im Zusammenhang mit den weiteren Sehenswürdigkeiten standen. Doch nach dem zweiten Etappenziel fing es stark an zu regnen. Dies hielt die Schüler:Innen und Frau Pawlinski jedoch nicht lange auf, und nach einer kleinen Regenpause ging es weiter auf die Aussichtsplattform des Schokoladenmuseums. Nach langem Laufen und gehaltenen Vorträgen konnten alle eine Mittagspause bei Mangal Döner einlegen. Nachdem jeder sein Essen bekommen hatte, konnte sich jeder erst einmal erholen und trocknen. Nach dieser kleinen Stärkung ging es direkt weiter mit den Vorträgen zu den Sehenswürdigkeiten Kölns. So interviewten zwei Schüler Passant:Innen zur Aachenerstraße und zum Aachener Weiher, um Antworten auf ihre zuvor zurechtgelegten Fragen zu erhalten. Nach dem letzten Vortrag und einer langen zu Fuß zurückgelegten Strecke, lud Frau Pawlinski alle Schüler:Innen zum Abschluss ein, mit ihr in eine kölnische Kneipe zu kommen. Zum Abschluss der Exkursion bot sie an, allen Schüler:Innen ein Getränk auszugeben, was diese alle freudig und dankbar annahmen. Damit endete auch die Exkursion, etwa 10 Kilometer später, und alle Schüler:Innen fuhren mit der S-Bahn wieder nach Hause.
Ein Beitrag von Jonathan Moritz (Q1)


23. September 2022
Am 16. und 17.08 befanden sich zwei unserer Medienscouts beim Workshop ,,Designsprint Digitalisierung der Schulsozialarbeit” des DRK (Deutsches Rotes Kreuz). In dem Workshop ging es darum, einen Prototyp für ein digitales Portal zum Thema Schulsozialarbeit zu kreieren.
Am ersten Tag stellten sich zu Beginn alle vor. Danach wurde der Gruppe der teilnehmenden Schüler, Schulsozialarbeiter und Experten der Anlass für die Aufgabe der Portal-Entwicklung erklärt. Zusammen überlegte sich das Team dann, welche Funktionen das Portal erfüllen sollte (z.B. die Möglichkeit Termine mit Schulsozialarbeitern online zu vereinbaren). Um ca. 12 Uhr konnten alle Teilnehmer während der Mittagspause in einem nahe gelegenen Café Energie auftanken. Nach der Stärkung wurde das Konzept des Portals detaillierter ausgearbeitet.
Der zweite Tag begann für uns Medienscouts mit Interviews für das DRK. Darauf erfolgte die Erstellung eines Prototyps des Portals. Alle am Vortag gesammelten Ideen mussten nun sinnvoll zusammengeführt werden. Nach einer Pizza-Pause und einer weiteren Arbeitsphase konnte sich die Gruppe darüber freuen, ein detailliertes Konzept für den Portal-Prototypen auf die Beine gestellt zu haben. Für uns Medienscouts war es eine wirklich tolle Erfahrung und eine schöne Abwechslung vom normalen Schulalltag. Die Entwicklung eines Portals entsprechend der eigenen Interessen und Bedürfnisse war eine wichtige und interessante Erfahrung.
Emira Suljik , 8b